Kollegiumsausflug 2003
Waldorfpädagogik auf allen Kontinenten, in mehr als 600 Schulen in 40 Ländern: das
ist eine erstaunliche Tatsache, aber in der Realisierung häufig mit größten Problemen
verbunden. Viele der vierzig Länder leiden unter Armut. In Georgien z.B. verdient
ein Lehrer 20 € im Monat. Dennoch hat dies einige Lehrer in der Hauptstadt Tbilissi
nicht davon abgehalten, eine Waldorfschule zu gründen. 1997 lernten ehemalige
Marburger Waldorflehrer die Schule und die Kollegen in Tbilissi kennen und waren
von ihrem fachlichen Können, ihrer pädagogischen Überzeugung, dem Elan bei der
Umsetzung, ihrer Freude am Tun und der Aufgeschlossenheit und Gastfreundschaft
beeindruckt. Ein Verein zur Förderung der Freien Waldorfschule Tbilissi wurde
gegründet. Über fünfzig Mitglieder und Paten zählt der Verein inzwischen, die mit
Patenschaften und Geldspenden die Schüler, ihre Familien sowie die Lehrer mit ihren
Familien unterstützen. Der Verein verantwortet satzungsgemäß die Vergabe des Geldes.
Projekt 9. Klasse
Da große Armut in der Bevölkerung herrscht, organisiert der Verein darüber hinaus
Transporte mit Kleidern und anderen Hilfsgütern, die außer an die Schulelternschaft
auch an andere Bedürftige weitergegeben werden. Ebenso werden Sportgeräte, Tafeln,
Schulmöbel und Unterrichtsmaterialien von privater Hand und auf eigene Kosten nach
Georgien gebracht. Sogar die Elternschaften von drei Klassen der Marburger
Waldorfschule und auch die 11. Klasse haben Patenschaften für georgische Schüler
übernommen.
Dass sich über solchem Tun persönliche Kontakte zu den georgischen Familien bilden,
regelmäßig Briefe und Gastgeschenke die Ländergrenzen überwinden helfen, ist dem
Verein ein besonderes Anliegen.
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