gleich zu Beginn des Schuljahres möchte ich euch die Schöpfungsgeschichte erzählen, also die Geschichte von der Erschaffung der Erde.
Nun gibt es auch heute noch einen Menschen, der mit seinen Tieren ganz in der Natur, in der Schöpfung drin lebt. Der Schafhirte zieht mit den Schafen über die Felder und Wiesen, er zupft hier am Gras und dort ein Kraut. Er zerreibt es und schnuppert daran. Zufrieden nickt er: Dieses Futter ist gut für die Schafe, die Wolle wird schön dicht werden. Er steckt den Weideplatz ab und die Hunde treiben die Schafe zusammen. Nun beobachtet er die Tiere. Wie geht es dem Schaf mit den schwarzen Flecken am Hals und auf der Stirn, humpelt es noch arg? Die neugeborenen Lämmer springen munter im Schutz der Muttertiere umher. Sie blöken zufrieden. Der Abendwind kommt auf, es gibt nur wenig Wolken am Himmel. Das Abendrot sagt ihm, dass es auch morgen wieder warm und trocken sein wird. Nun pflückt er noch einige Heilkräuter und tut sie zu den anderen in seine Tasche. Immer wieder kommen Menschen mit Schmerzen zu ihm; seine Heilkräuter verschaffen ihnen Linderung.
So geht der Sommer dahin, es wird kälter und kälter. Die Schafe werden in den Stall getrieben und der Schäfer zieht sich in sein Hirtenhaus zurück. Abend für Abend kommen die Kinder der Bauern, deren Schafe er im Sommer gehütet hat und bringen ihm sein Abendbrot. Dabei erzählt er ihnen von den Wundern, die er in der Natur erlebt hat.
Beate Glasow-Reckling