Liebe 9. Klasse,

ihr befindet euch jetzt am Übergang zwischen der Mittel- und der Oberstufe. Vor euch steht der lange und weite Weg in die Oberstufe und dieser Weg beginnt mit dem 1. Schritt: Jetzt! Auf diesem Weg gibt es viele Stationen: Talsohlen, Durststrecken, Sackgassen, Steilanstiege aber auch Gipfelerlebnisse. Jeder von euch hat seinen eigenen, individuellen Weg und doch werden wir den Weg gemeinsam gehen.

Dieser Weg (durch die Oberstufe) ist ein Entwicklungsweg. Und Entwicklung verläuft selten linear, sie verläuft meist in Stufen. Man kann sich auf einer neuen Stufe fragen: "Was ist anders, was hat sich geändert, was ist neu?" und man kann sich fragen: "Was ist gleich geblieben, was gibt Kontinuität?"

Bei der Frage nach dem Neuen blickt man in die Außenwelt, in die Umgebung, in das Umfeld. Da gibt es neue Lehrer, neuen Unterrichtsstoff, neue Umgangsformen. Man kann aber auch nach innen blicken, in die eigene Innenwelt. Und die Veränderungen, das Neue in der Außen- und Innenwelt können einen verunsichern, ängstigen, einengen. Das ist die eine Seite. Doch die Veränderungen, das Neue kann auch als Herausforderung, als neue Chance gesehen werden.

Der Weg durch die Oberstufe besteht aus vielen einzelnen Stufen. Und so eine Stufe kann ganz niedrig sein, so dass man sie kaum bemerkt. Sie kann in ihrer Höhe auch genau passend sein, genau das richtige Maß haben, und sie kann zu hoch sein, eine unüberwindbare Hürde.

Liebe Schüler der 9. Klasse, ich wünsche euch, dass die Höhe der einzelnen Stufen eurem Maß entsprechen werden und dass wir Lehrer euch kräftig helfen können auf diesem Entwicklungs-Stufenweg.

Gunther Strobel