Terminhinweise

  • 26. März 2019Ausstellung in der Waldorf-Galerie
  • 13. April 2019Osterferien
  • 29. April 2019 16:00Offene Sprechstunde des Kindergartens und der Kinderstube
  • 3. Mai 2019 17:00Finissage in der Waldorf-Galerie
  • 4. Mai 2019 11:00Flohmarkt
  • 4. Mai 2019 11:00Reparaturwerkstatt in der Schule
  • 6. Mai 2019 16:30Offene Sprechstunde der Schule
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Gemeinsames Konzert mit Elisabethschule am Valentinstag

Schulkonzert 2016-02 M-Orchester-Kooperation

Ein besonderes Geschenk zum Valentinstag

Gemeinsames Konzert von Elisabethschule und Freier Waldorfschule Marburg

Sonntag, 14. Februar 2016. — Obwohl so eng benachbart war es doch seit langer Zeit die erste größere Zusammenarbeit zwischen Elisabethschule und der Freien Waldorfschule Marburg. Die beiden Orchester der Mittelstufenklasse hatten sich ein halbes Jahr lang auf den Auftritt vorbereitet – teils in getrennter Arbeit, dann aber zunehmend in gemeinsamen Proben und Austausch von Spielern und Dirigenten. So gelang denn am Nachmittag des Valentinstages im Festsaal der Waldorfschule dieses „Geschenk” an die zahlreich erschienenen Zuhörer, und das Publikum wusste es zu schätzen, wie sich im begeisterten Applaus ausdrückte.

Schulkonzert 2016-02 M-Orchester-Kooperation Trompeten
Schulkonzert 2016-02 M-Orchester-Kooperation Bassgruppe

Gespielt wurden von den zusammen etwa 50 Musikern der Klassen 6 bis 8 vier Stücke aus verschiedenen Epochen: Zu Beginn Ouvertüre und Menuett aus der Feuerwerksmusik von Georg Friedrich Händel, welche einst ein großes, aber nicht recht aufgehendes Feuerwerk doch noch zu einem Ereignis machen konnte: hier feierlich gestaltet von den jungen Orchestermusikern. — Dann ein Sprung zu „Habanera” aus der Oper „Carmen”, die kurz vor Ende plötzlich selbst auf der Bühne stand, als die Dirigentin Bettina Buchholz von der Waldorfschule im lange gehaltenen Fermate sich überraschend mit Fächer umdrehte und ihren sie umwerbenden Assistenten Thomas Eckert trotz roter Rose abblitzen ließ – effektvoll unterstützt von der prägnanten Schlussfigur durch das Orchester – welches von der kleinen Einlage ein wenig selbst überrascht wurde.

Hier übernahm Jochen Wilmsmeyer von der Elisabethschule die Leitung des großen Orchesters und führte das Publikum hinüber zu einer melancholischeren Musik, der „Londonderry Air”, einem bekannten irischen Lied, welches einen ungewissen Abschied eines vielleicht auswandernden Freundes besingt: auf der Flucht nicht nach Europa, sondern aus Europa, vor gar nicht so langer Zeit. Ein Lied, hier rein instrumental, aber gelungen sanglich. Nach verhaltenen zwei Strophen durch getrennte Bläser- und Streichergruppe verschmolz das Orchester in der letzten Strophe zu einem freudigen Wiedersehen mit einem strahlenden Akzent am Becken. Die eindringliche Getragenheit der Musik schaffte das Orchester umzusetzen und wie in der Schüleraufführung am Freitag schon entstand im Saal ein Moment ergreifender Wehmut und Befreiung. — Daran konnte sich dann der leichtfüßig daherkommende „Premiership Blues” anschließen, der ein passendes Finale für das jüngere aber weitaus größere der beiden Orchester des Abends darstellte.

Die Kooperation der beiden Schulorchester wurde dann von weiteren Musikgruppen der Waldorfschule zu einem abwechslungsreichen Konzert ausgebaut:

Die Bläsergruppe des Oberstufenorchesters spielte das Finale aus der Ouvertüre zu Gioachino Rossinis „Wilhelm Tell” in einer klaren, leichten und zugleich feierlichen Interpretation, angeleitet von Peter Kramer von der Waldorfschule, welcher selbst zur Posaune gegriffen hatte. — Dann trat, ebenfalls unter seiner Leitung, der Oberstufenchor auf mit einem kontrastreichen Programm aus der ruhigen und getragenen „Notre Père”-Vertonung von Maurice Duruflé einerseits – wunderschön, wie viele Zuschauer fanden – und der bekannten „Bohemian Rhapsody” von Freddie Mercury und „Queen” andererseits mit ihren ganz unkonventionellen und seltsamen Versatzstücken, sowohl musikalisch wie textlich.Schulkonzert 2016-02 O-Chor

Zum Abschluss trat dann das Oberstufenorchester aus Klassen 9 bis 13 der Waldorfschule auf die Bühne, zunächst mit Johann Sebastian Bachs „Air” aus der 3. Orchestersuite, welches die Streichergruppe ergreifend vortrug: ganz nach barocker Manier ohne Dirigent, geführt von Bettina Buchholz aus der ersten Violine heraus und, was den Eindruck verstärkte, im Stehen spielend. — Danach wurden Bläser und Schlagwerk hinzugezogen und unter der Leitung von Peter Kramer trug das ganze Orchester schwungvoll zwei bekannte Tänze vor: den keck und zugleich fein gestalteten „Norwegischen Tanz” Nr. 2 von Edvard Grieg sowie den „Ungarischen Tanz” Nr. 5 von Johannes Brahms, welcher vom Orchester bewusst in einem unerwartet langsamen Tempo angegangen wurde, wodurch ein kraftvoller Charakter entstehen konnte.

Nach großem Applaus für das gesamte Konzert kamen alle beteiligten Orchestermusiker zu einer Zugabe auf der Bühne zusammen, bei der auch das Publikum aktiv wurde: Die kurzen rhythmischen Einwürfe des bereits gehörten „Premiership-Blues” übernahmen nun nicht Schlagwerk oder stampfende und klopfende Instrumentalisten, sondern nach einer kurzen Probe die Zuhörer selbst, was ihnen sichtlich Spaß zu machen schien. So wirkte zuletzt der ganze Saal noch einmal zusammen und machte den Abschluss zu einem musikalischen Feuerwerk.

Großes Kompliment an alle Beteiligten! Und auch ein Dank für einige großzügige Spenden für die musikalische Arbeit an der Waldorfschule im Vorfeld, welche eine solches Projekt mit ermöglichen. Auch das Publikum hinterließ am Ausgang ein reichhaltiges Dankeschön für diesen begeisternden Nachmittag. – Wie bei der Begrüßung bemerkt: ein wirklich wertvolles Geschenk, an welchem etwa hundert junge Menschen ein halbes Jahr gearbeitet haben.

Thomas Eckert

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