Terminhinweise

  • 26. März 2019Ausstellung in der Waldorf-Galerie
  • 13. April 2019Osterferien
  • 29. April 2019 16:00Offene Sprechstunde des Kindergartens und der Kinderstube
  • 3. Mai 2019 17:00Finissage in der Waldorf-Galerie
  • 4. Mai 2019 11:00Flohmarkt
  • 4. Mai 2019 11:00Reparaturwerkstatt in der Schule
  • 6. Mai 2019 16:30Offene Sprechstunde der Schule
AEC v1.0.4


Weitere Hinweise finden Sie im Terminkalender

Studienfahrt nach Florenz 2015

Ein fester Bestandteil des Unterrichts der 12. Klasse ist die Studienfahrt mit dem Schwerpunkt Kunst nach Florenz. So unternahmen auch wir dieses Jahr von Mittwoch, 13. Mai bis Freitag, 22. Mai 2015 die Reise in die Toskana. Nachdem die Tage bis zur Abfahrt aufgrund der Masernerkrankungen aufregend waren und schließlich zwei Schülerinnen und zwei Schüler wegen des Risikos einer Erkrankung leider nicht mitfahren konnten, machten wir uns am Mittwochmorgen auf den Weg nach Uderns in Österreich, wo wir übernachten wollten, ehe am folgenden Tag die Fahrt fortgesetzt werden sollte. Auf dem Weg nach Tirol machten wir einen Halt in Speyer, besichtigten den Dom und die Krypta und fertigten anschließend unsere erste Zeichnung an. Unser Augenmerk galt dem Dom, die Perspektive war uns überlassen. Viele entschieden sich für die Apsis, mit Blick auf die Zwerggalerie, aber auch die Frontseite mit dem großen Oktogon oder das Gewölbe im Inneren des Doms boten sich gut als Motiv an. Nach zweieinhalb Stunden fuhren wir weiter und trafen gegen Abend im Zillertal ein. Am nächsten Tag erreichten wir mittags Verona, wo wir die berühmte Arena besichtigten, in der in den Sommermonaten regelmäßig Opernveranstaltungen stattfinden, was dazu führte, dass einige die Chance nutzten, die Wirkung der Akustik zu testen. Am Abend bezogen wir unser Hotel in Florenz und nach einem gemeinsamen Abendessen sowie nächtlichem Stadtrundgang sanken alle erschöpft in ihre Betten.

Am nächsten Tag machten wir uns auf den Weg zu einer der ältesten Kirchen von Florenz, San Miniato al Monte, von wo aus wir einen tollen Blick über die Stadt und die Umgebung hatten. Nachdem wir die Kirche besichtigt hatten, fiel der Plan zu zeichnen wortwörtlich ins Wasser, da wir von einem Regensturz überrascht wurden. Daher hatten wir Freizeit bis zum frühen Nachmittag, wo wir die Kuppel des Florentiner Doms Santa Maria del Fiore bestiegen. Dort wurden wir von einem atemberaubenden Blick über die ganze Stadt belohnt. Anschließend besichtigten wir den Dom von innen. Mit Blick hoch in die Kuppel erschien es nun geradezu unmöglich, wenige Minuten zuvor noch so hoch oben gewesen zu sein. Danach ging es ins Baptisterium, welches weniger wegen der Höhe, wohl aber aufgrund der goldenen Innenverkleidung überwältigend war.

Am Samstag stand der Besuch des Klosters San Marco auf dem Plan. Wir schauten uns die Fresken von Fra Angelico in den Mönchszellen an sowie verschiedene Gemälde im Klostergebäude; seine Werke entstanden in der Zeit, in der er im Kloster lebte. Der nächste Programmpunkt war die Brancacci Kapelle, in welcher wir die Fresken von Masolino und Masaccio bewunderten. Im Anschluss daran gingen wir in die Kirche Santa Maria Novella, in welcher wir unseren Fokus auf das erste, anhand der Zentralperspektive durchkonstruierte Gemälde der Kunstgeschichte legten. Nachdem wir auch den Altarraum betrachtet hatten, konnten wir uns aussuchen, aus welcher Perspektive wir die verschiedenen Kreuzgänge zeichnen wollten.

Mit dem neuen Tag folgten die nächsten Programmpunkte. Vormittags besuchten wir den Bargello, einen Stadtpalas, der früher als Rathaus fungierte, später Gefängnis wurde und heute als Museum dient für zahlreiche Skulpturen, besonders für die „Davids“ vieler verschiedener Künstler. Hier lag der Schwerpunkt unserer Zeichnungen auf den Skulpturen und stellte sozusagen eine Übung für nachmittags dar. Als einen der Höhepunkte dieser Reise bestaunten wir in der Academia den David von Michelangelo; dies nutzten die meisten auch zum Zeichnen.

Nach drei Tagen Florenz sorgte eine Fahrt in die Toskana für weitere Abwechslung. Zuerst hielten wir in der Nähe des kleinen Örtchens Gropina, wo wir eine frühromanische Basilika besuchten. Mitten im Grünen sitzend, zeichneten wir sowohl mit Buntstiften als auch Rötel und Aquarell die umliegende Landschaft. Nach einer Mittagspause setzten wir die Fahrt nach Siena fort. In dieser mittelalterlichen, auf einem Berg gelegenen Stadt, besichtigten wir den Dom und stellten interessante Vergleiche zu dem verhältnismäßig schlichten Dom in Florenz auf. Im Anschluss zeichneten einige auf dem Piazza del Campo, andere bestiegen den Rathausturm, von wo aus man einen unglaublichen Blick auf die Toskana erhielt.

Zurück in Florenz stand für den folgenden Tag Gruppenarbeit an. Während eine Hälfte der Klasse den an den Palazzo Pitti grenzenden Boboli Garten zum Zeichnen nutzte, sollten die anderen Schüler verschiedene Plätze aufsuchen, diese beschreiben und unter anderem deren Wirkung erläutern, ehe mittags getauscht wurde.

An unserem letzten Tag waren wir vormittags in dem Museum des Künstlers Marino Marini, welcher als moderner Künstler die Schrecken des Kriegs in Form von Reitern und Pferden darstellt. Auch architektonisch war dieses Museum sehr interessant, da es ursprünglich die Funktion einer Kirche hatte und man trotz des Umbaus noch einige sakrale Elemente entdecken konnte. Nachdem jeder mehrere Zeichnungen angefertigt hatte, erwartete uns nachmittags mit den Uffizien unsere letzte kulturelle Station. Gebaut für die Stadtbürokratie, wurden sie später durch die ausgestellten Gemälde und Skulpturen von der Antike bis zum Barock zum weltberühmten Museum. Zahlreiche Künstler wie beispielsweise Michelangelo, da Vinci und Botticelli sind dort vertreten und sorgen so gleichermaßen für eine umfangreiche wie beeindruckende Sammlung, deren Besuch auf jeden Fall lohnenswert war, auch wenn nach dem Rundgang das Bedürfnis nach Kunst vorerst erschöpft war.

Nach einer erneuten Zwischenübernachtung in Uderns, kamen wir am nächsten Tag erschöpft, aber zufrieden in Marburg an.

Rückblickend lässt sich festhalten, dass die Studienfahrt für viele interessante und überraschende Eindrücke gesorgt hat und für den ein oder anderen vielleicht die Inspiration zu einer weiteren Reise nach Florenz gewesen sein mag.

Fiona Kopp

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